Klar war, dass wir als Favorit in den Wettkampf gegen den Aufsteiger Gligoric Zürich steigen würden. Mit einem Grossmeister und drei Internationalen Meistern konnten sie an den vorderen Brettern eine starke Mannschaft aufstellen, die schwächeren Spieler haben jedoch nicht NLA-Niveau. So ging es denn von der Mannschaftstaktik her darum, die starken Spieler in Schach zu halten und gegen die Schwächeren zuzuschlagen. Dies gelang, jedoch mit wesentlich mehr Nervenanspannung als erhofft. Zwei schnelle Punkteteilungen gab es zu Beginn, so remisierte Oliver Brendel gegen seinen früheren Klubkollegen Milosevic und auch Hansjürg Känel war friedlich gestimmt. Doch die Vollerfolge liessen auf sich warten. Nach vier Stunden sah es nach einem äusserst knappen Erfolg für Riehen aus. Doch dann häuften sich die positiven Meldungen: Ralph Buss vermochte als Erster seine bessere Stellung zu verwerten. Als zweiter folgte Jörg Hickl. Eigentlich war er die ganze Partie leicht unter Druck. Um eine gute Aktivität zu erhalten, opferte er einen Bauern, die Zuschauer rechneten mit einem wahrscheinlichen Remis. Doch da überzog sein reputierter Gegner die Stellung und nun ging alles plötzlich sehr schnell. Der Angriff mit Dame und Turm gegen die entblösste Königstellung liess sich nicht mehr ohne Materialverlust parieren, also Aufgabe. Niklaus Giertz, der sich kürzlich zum Bundesmeister ausrufen lassen konnte, hatte ein schwieriges Endspiel. Doch er fand den richtigen Weg, womit der Sieg endgültig sichergestellt war.
Die Resultate der 4. Runde NLA: Reichenstein - Luzern 5:3, Wollishofen - Zürich 2½:5½, Winterthur - Mendrisio 3½:4½, Joueur Lausanne - Schwarz-Weiss Bern 4:4, Gligoric Zürich - Riehen 2:6 (Pikula - Hickl 0:1, Milosevic - Brendel ½:½, Serafimow - Ekström ½:½, Mikavica - Buss 0:1, Siegel - Kaenel ½:½, Jovanovic - Giertz 0:1, Vasic - Aumann ½:½, Ristevski - Kiefer 0:1).
Rangliste nach 4 Runden: 1. Reichenstein 8 (21½). 2. Zürich 7 (19). 3. Mendrisio 6 (17). 4. Luzern 5 (16½). 5. Riehen 3 (16½). 6. Winterthur 3 (15½). 7. Schwarz-Weiss Bern 3 (15). 8. Joueur Lausanne 3 (14½). 9. Wollishofen 2 (15). 10. Gligoric Zürich 0 (9½).
Montag, 26. Mai 2008
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